Neue Episode

Shownotes

129 – HITCHCOCK UND ROLEX

Steffi hat sich mit Hans Wilsdorf, dem Gründer von Rolex, beschäftigt. Seine Geschichte beginnt lange bevor die Armbanduhr zum selbstverständlichen Begleiter wurde. Damals gehörte die Uhr in die Westentasche – und die Idee, sie sich ans Handgelenk zu schnallen, galt keineswegs als besonders männlich oder zukunftsweisend. Wilsdorf sah das anders. Er setzte auf präzise Uhrwerke, machte aus der Uhr eine Marke und verstand schon erstaunlich früh, wie gutes Marketing funktioniert. Wasserdichte Uhren im Aquarium eines Juweliers? Eine Schwimmerin mit Rolex am Handgelenk im Ärmelkanal? Uhren für prominente Persönlichkeiten? Was heute nach Influencer-Marketing und Markeninszenierung klingt, praktizierte Wilsdorf bereits vor vielen Jahrzehnten. Dazu kamen technische Innovationen wie die wasserdichte Oyster und immer neue Versuche, die Armbanduhr zuverlässiger und alltagstauglicher zu machen. Das Buch erzählt dabei nicht nur die Geschichte von Rolex, sondern auch von einer Epoche, in der sich Mobilität, Technik, Handel und Kommunikation rasant veränderten. Pferdekutschen verschwinden, Autos und Flugzeuge kommen, zwei Weltkriege verändern Märkte – und aus einem jungen Deutschen wird ein international agierender Unternehmer. Matz reist währenddessen in die Frühzeit des Kinos und entdeckt einen Alfred Hitchcock, den man so vielleicht noch nicht kennt. Denn die Biografie „Alma & Alfred Hitchcock – Eine Liebe fürs Leben“ von Thilo Wydra erzählt nicht nur vom berühmten Regisseur, sondern vor allem von der Frau an seiner Seite: Alma Reville. Sie arbeitete bereits im Filmgeschäft, als Hitchcock noch Zwischentitel für Stummfilme gestaltete, war Cutterin, Continuity-Expertin, Drehbuchautorin und über Jahrzehnte seine wichtigste kreative Partnerin. Ihr Urteil konnte darüber entscheiden, ob ein Film fertig war – oder eben noch nicht. Bei der ersten Vorführung von „Psycho“ soll ausgerechnet Alma einen Fehler entdeckt haben, den sonst niemand bemerkt hatte. Die gemeinsame Geschichte führt durch die Entstehung des modernen Kinos: vom Stummfilm zum Tonfilm, von Schwarz-Weiß zu Technicolor und schließlich nach Hollywood. Hitchcock experimentierte mit Kamerafahrten, extrem langen Einstellungen und ungewöhnlichen Perspektiven – und brachte damit Schauspieler, Produzenten und Filmcrews regelmäßig an ihre Grenzen. Natürlich geht es auch um seine legendären Cameo-Auftritte, seine Liebe zum Essen, seine Abneigung gegen Sport und die Frage, warum Hitchcock ausgerechnet vor Polizisten zeitlebens Angst hatte. Zwei Bücher, zwei Biografien und zwei Männer, die ziemlich genau wussten, was sie wollten. Hans Wilsdorf und Alfred Hitchcock waren akribisch, detailversessen und bereit, Dinge auszuprobieren, die andere zunächst für unnötig, unmöglich oder schlicht verrückt hielten. Vielleicht liegt genau darin die überraschende Verbindung zwischen Rolex und Hitchcock. Eine Folge über Erfindergeist und Filmgeschichte, über Markenbildung, Kreativität und Innovation – und über die Menschen hinter zwei Namen, die heute fast jeder kennt.

Die Bücher dieser Folge: „Die Geschichte von Rolex“ – über Hans Wilsdorf und die Entstehung der Uhrenmarke Rolex - Affiliate Link zu Thalia: https://tidd.ly/4wSPJZU

Thilo Wydra: „Alma & Alfred Hitchcock – Eine Liebe fürs Leben“ - Affiliatelink zu Thalis: https://tidd.ly/4c7Hxwi

🎧 Schuss vorm Buch – der Bücherpodcast mit Steffi und Matz. Zwei Bücher, ein Thema und garantiert unterschiedliche Perspektiven.

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Wer uns schreiben möchte: schussvormbuch@gmx.de Ein Podcast von AudiotexTour. Moderation: Steffi Knebel und Matz Kastning

Transkript anzeigen

00:00:04: Schuss vorm Buch.

00:00:06: Hitchcock und Rolex.

00:00:13: Hallo zusammen zu einer neuen Folge von Schussvorm Buch mit ...

00:00:18: Steffi?

00:00:19: Und mir, Matz!

00:00:20: Und Steff, was machen wir?

00:00:22: Wir haben eine Literatur beziehungsweise einen Bücher-Podcast.

00:00:25: Jeder von uns liest jeweils ein Buch.

00:00:28: Normalerweise haben wir ein gemeinsames Thema oder finden ein gemeinsales Thema und stellen dann die beiden Bücher in diesem Kontext vor.

00:00:36: Genau, und heute ist das Oberthema

00:00:44: Wir haben uns ja wieder megamäßig vorbereitet.

00:00:47: Ja, aber es sind jetzt schon eigentlich zwei Biografien wobei deine Biografie fiktiv erweitert ist?

00:00:53: Ja also ich war so ein bisschen... Eigentlich habe ich gedacht ich hätte mir eine Bio.. Ich hab nicht wirklich hingeguckt und ganz ursprünglich wollten wir Rolex mit Irgendwas anderen kombinieren mit was Karl Lagerfeld.

00:01:06: Wir

00:01:07: dachten, wir stellen Persönlichkeiten vor aber vielleicht zu Karl Lagers Feld der Biografie dann später und haben dann Rolex spielte halt im neunzehnten Jahrhundert und dann fanden wir ja eben dein Buch von Alma und Alfred Hitchcock ganz passend

00:01:24: Genau, eine Liebe fürs Leben, Alma und Alfa Titchcock.

00:01:27: Eine echte Biografie von Thilo oder Thilo Wadra geschrieben?

00:01:31: Während bei dir ist es... Also das geht ja wirklich um den Erfinder oder ...

00:01:36: Ja, den Erfinder, den Gründer von Rolex der sich immer sehr stark hinter seiner Marke bedeckt gehalten hat.

00:01:42: Hans Willstorff heißt erjenige Und ähm..ja ich Wir sitzen hier ja quasi in Schrammberg, der Geburtsstadt der Junghans-Ruren.

00:01:53: Und ich weiß auch nicht warum aber es hat mich so ein Stück weit getriggert.

00:01:58: die Geschichte von Rolex also jetzt die gesamte Entwicklung und wie's dazu kam und... Also ich habe mir ganz anders vorgestellt das Buch.

00:02:10: Man muss am Anfang ein kleines bisschen durchhalten.

00:02:13: Es hat auch fast vierhundert Seiten, ich sag mal so bis man sich so ein bisschen eingegrooft hat ... aber dann hab' ich's in drei Tagen durchgebinst.

00:02:23: Aber ist das jetzt keine echte Biografie?

00:02:26: Sondern es ist ja ein Roman oder nicht?

00:02:28: Ja, ich sage mal so wie in den Netflix-Serien wo dann irgendwie ...

00:02:32: Bio-Pick!

00:02:34: Ja, Bio-Peck wäre schon vielleicht zu dokumentarisch, Charaktere sind sicherlich verdichtet und Geschichten, sag ich mal dramaturgisch angereichert.

00:02:45: Aber im Prinzip habe ich dann auch mal verglichen mit dem Wikipedia-Eintrag weil ich einfach wissen wollte stimmt nicht was ist jetzt angereicht?

00:02:54: Und ja das hangelt sich wirklich an den ganzen Gegebenheiten.

00:02:58: also die großen Meilensteine sind die eine Gewälche und es ist auch nicht nur ein Buch für sage ich mal Urfetischisten oder Leute für Armband-Uren interessiert.

00:03:11: Da gibt es ja eine riesige Community, sondern ich glaube das ist einfach auch so ein Stück weit versuchten Spiegel der Zeit zu sein.

00:03:19: Kann ich jetzt zum Beispiel überhaupt nicht nachvollziehen?

00:03:20: Also Uhren... Ich habe glaub' ich hab.

00:03:22: meine letzte Armbanduhr hatte ich mit fünfzehn.

00:03:25: Ich verstehe das Konzept Armband Uhr seit zwanzig Jahren nicht mehr weil warum brauche ich ne Uhr?

00:03:29: also ich fand schon damals immer umso weniger man sich an Uhren gewöhnt hat umso besser konnte man Zeitintervalle einschätzen.

00:03:37: Also ich bin nie groß und unpünktlich gewesen, obwohl ich nie eine Armand-Uhr hatte.

00:03:40: Und als die Handys aufgekommen sind oder Smartphones hat man sowieso meine Uhr dabei.

00:03:45: also warum bindet man sich da Armandur um?

00:03:48: Ich glaube das war so ein... Er war, glaube ich, Hans Wilsdorf, ein krasser Innovator und auch wirklich so einen Marketing-Guru.

00:03:58: Also wenn man halt überlegt was der im neunzehnten Jahrhundert gemacht und sich einfallen hat lassen, war das schon sensationell.

00:04:04: aber da würde ich gerne eher noch so einen kurzen Abriss geben über sein Leben zumindest wie es angefangen hat.

00:04:11: und dann über die Uhren.

00:04:13: oder willst du gleich die Uhre?

00:04:15: Du hast es gelesen!

00:04:16: Du musst sagen...

00:04:18: Ich kann deine Frage stellen...

00:04:19: ...damit dramaturgisch am verdichtetsten ist?

00:04:21: Ja, weiß ich nicht.

00:04:22: Das sind natürlich zwei Geschichten die parallel laufen und sich gegenseitig bedingen.

00:04:26: also... Ich glaube er hat ein... Es wird jetzt immer so als super hartes Schicksal dargestellt in dem Buch wo ich sagen muss ja war so'n Schicksall das war sehr hart aber halt auch ein Stück weit mit Rückenwind.

00:04:38: Also seine Mutter ist relativ früh gestorben an Schwinzucht.

00:04:43: Er hat noch zwei Geschwister Und sein Vater hatte MS und ist eben auch gestorben.

00:04:48: Da war er, glaube ich gerade mal sechzehn.

00:04:50: also das heißt Er war schon relativ frühweise.

00:04:54: die Eltern hatten so ein Eisenwaren-Geschäft und da hat dann natürlich schon sehr früh Berührung gehabt mit alles was Schrauben, Metall und damals halt noch dieses was es heute gar nicht mehr so gibt wenn dir irgendwas fehlt oder du irgendetwas besonderes brauchst.

00:05:10: dieser Eisenwarendaden hat's quasi gehabt oder gemacht Und was vielleicht aber auch noch so eine kleine Rolle spielt.

00:05:18: und was ich interessant fand, er kommt aus Franken.

00:05:21: Das ist ein Franke!

00:05:23: Und der Franke... Ist ein Rolex?

00:05:26: Weißt du, es ist ein Rolex.

00:05:29: Er hat ja wohl immer noch weitergerollt also das hat er gar nicht verneint.

00:05:35: Ich möchte dir einen Rolex geben.

00:05:38: Ja.

00:05:38: Es ist eine sehr gute Glocke.

00:05:43: Er hatte halt seine Tante und seinen Onkel, haben die lustherweise die Meisels-Brauerei auch da irgendwo in Franken gehabt.

00:05:51: Also der kam dann aus so

00:05:53: einer ...

00:05:54: Ja, das müsste dir doch

00:05:55: gefallen.

00:05:56: Ist lecker, mag ich!

00:05:57: Und bei den beiden ist er dann eine Zeit lang gewesen nachdem beide Eltern gestorben waren und es dann aber relativ früh auf ein Internat gekommen und hat dann halt so entdeckt dass er kaufmännische Talente hat, dass ihm das ganz legt.

00:06:14: Aber auf der anderen Seite hat er sich auch immer so Richtung Maschinenbau handwerkliche Dinge orientiert.

00:06:22: Ich will jetzt nicht sein ganzes Leben erzählen, aber was ich extrem spannend finde und da können wir vielleicht immer vor- und zurückspringen auch auf die Zeit in der die dann groß geworden sind oder in der sie gelebt haben.

00:06:35: Er ist dann schon glaube ich.

00:06:38: mit neun Zehn ist er nach London gegangen also der Vorwahrer wie seine Schritte waren.

00:06:46: Er hat im Internat einen Schweizer kennengelernt.

00:06:48: Die haben sich super gut verstanden und er hat gesagt, komm doch nach Genf und arbeite dort für ein... Also er hat dann als Verkäufer in einem Uhrensetting so ist er zu den Uhren gekommen.

00:06:58: also das war jetzt nicht sein allererstes Ding.

00:07:03: Und was die ganze Geschichte trägt oder der rote Faden ist und wo man vielleicht sagen muss Das kommt wieder zu deiner Frage.

00:07:14: Er hatte halt mit zehn, also die haben mit zehn Uhr Geschenk gekriegt alle in seiner Familie und das waren noch keine Armband-Uren sondern es war damals eine Taschenur Also um die Jahrhundertwende.

00:07:23: so Vater hat Ur an Sohn weitergegeben oder von Opa oder wie auch immer Und das war so sein Ding.

00:07:29: diese Taschenuhr hat er ja bis zum...das war so seinen Schatz das hat ihm begleitet und das war für ihn vielleicht auch wichtiger weil beide Eltern gestorben sind was er da als geschenkt bekommen hat.

00:07:40: Und dann ist er eben zu diesem, auf der einen Seite war saßender lauter Uhrmacher und... Der hat dann gelernt, wie man die Geschäfte quasi in die Welt macht.

00:07:50: Und das ist halt auch so.

00:07:50: was relativ Spannendes dass du sagst mit weiß ich nicht, achtzend neunzehn Du gehst in ein anderes Land.

00:07:57: gut Schweiz war jetzt nicht so mega exotisch.

00:07:59: allerdings Genf ja sprechen sie auch wieder französisch.

00:08:01: also er hat In dem Internat wurde schon viel Französisch Englisch gelernt und hatte da auch ein Händchen für.

00:08:07: Dann war er dort und nach zwei Jahren Dort hat der zu ihm gesagt er möchte Schweizer Händler möchte eigentlich viel mehr expandieren und ob er nicht in England was für ihn aufbauen könnte.

00:08:20: Und hat einen Kontakt hergestellt, sodass er dann bei einem englischen Verkäufer slash Uhrenhändler gearbeitet hat.

00:08:26: Was ihm halt in der Schweiz super gut gefallen hat das wird so schön schrittweise erklärt dass die so super präzise Uhren gemacht haben, dass sie alle Formenverkauf oder Vertrieb noch mal getestet wurden ob die auch wirklich laufen und es waren ja damals alles Taschenuhren.

00:08:42: Und dann entwickelt er so, als er dann in London lebt.

00:08:46: Er lebt dann glaube ich von, heißt nicht, achtzehn bis zwanzig.

00:08:48: In London entwickelt er diese Idee dass man diese superpräzisen Uhren die er da kennengelernt hat doch auch kleiner und fürs Handgelenk entwickeln könnte.

00:08:57: und sein damaliger Chef sagt halt ja das wäre was für Damen und für Homosexuelle aber nicht für den Null.

00:09:07: Acht Fünfzehn Verbraucher Wäre nichts.

00:09:11: Er will diesen Trend, den der andere vorausgesagt hat nicht

00:09:14: mitgehen.".

00:09:16: Und das Problem war ... Der hatte schon eine Vision.

00:09:19: Das fand ich ... Man muss eine ganz krasse Persönlichkeit gewesen sein dieser Typ also was superpräzise, superpünktlich, supergenau totaler Workaholic und aber auch ein krasser Visionär.

00:09:32: Also immer dieses.

00:09:35: Wenn man heute über Innovationen spricht, und ich meine Rolex war mir überhaupt ein Begriff von wie ja es ist eine teure Uhr.

00:09:42: Und das ist ein Luxusartikel.

00:09:43: aber er beschreibt halt diesen ganzen Werdegang dieser Uhr und da heißt ja noch nichts Rolex.

00:09:47: Das hat sich dann entwickelt.

00:09:49: Er beschreibt eben den ganzen Wendegang... ...er sieht diese Vision dass später mal alle eine Aumband-Uhr tragen werden.

00:09:57: Dass es viel geschickter ist als jetzt eine Taschenuhr.

00:10:01: und so ein Stück weit spielt der Krieg ihm da ja auch noch Indikaten, weil im Krieg ein Handschuh auszuziehen.

00:10:08: Ein Gewehr abzulegen und dann eine Taschenuhr zu suchen um sich mit irgendjemand an irgendeinem Ort zu treffen viel zu zeitaufwendig lebensgefährlich schlecht.

00:10:16: das heißt er kriegt hat noch ein bisschen beschleunigt dass ein Blick auf so ne Tasche auf einer armband Uhr sehr viel schneller geht.

00:10:23: Oh siebzehn Uhr T-Time!

00:10:24: Wir müssen hier kurz die Kampfhandlung unterbrechen.

00:10:28: Also ich glaub, das war halt eben ... Du hast ja gefragt, warum hat man so eine Uhr?

00:10:32: Und die Dinge haben auch ihre Zeit.

00:10:36: So hat sich das entwickelt und er hat das krass begleitet und einfach schon voraus gesehen.

00:10:42: Ja, krass!

00:10:45: Gibt es irgendwie eine Lösung oder eine Erklärung, warum das jetzt so eine Edel-Uhr geworden ist?

00:10:50: Weil Rolex ist der Innenbegriff der teuren Superuhr.

00:10:54: Ja total.

00:10:56: Ich fand's als ... Gesamt das super spannend.

00:10:59: Er hat halt schon diese Vision dann ganz früh gehabt, schon in der Schweiz hatte er halt überlegt ob er nicht selber weil er sich halt auf der einen Seite so stark nicht nur für die Vermarktung in die Welt da musste sich ja auch auskennen mit Zöllen und so weiter.

00:11:12: Und ich meine da gab es kein Internet keinen Telefonbuch.

00:11:14: Du musst ja auf Messen gehen Kontakte knüpfen und dann Dinge verkaufen und dann mal schauen wie's läuft.

00:11:21: Und er hatte aber schon diese Vision, dass er Geschäfte in die ganze Welt machen möchte und er möchte quasi die Beste.

00:11:29: Die verlässlichste Premium-Uhr bauen dies gibt.

00:11:34: Er hat halt in der Schweiz dieses supertollen Uhrwerke kennengelernt, die superpräzise waren und kam dann auf die Idee und deswegen sei jetzt auch volles Marketinggenie der Typ gewesen.

00:11:44: In der Schweiz hat er schon die Idee gehabt das Zertifizieren zu lassen Planetarium oder was, dass das Uhrwerk von dem einen Hersteller des Präzises der Ever ist.

00:11:54: Dann hat er dieses Zertifikat gekriegt.

00:11:56: Das hat ihm natürlich einen Riesenaufschwung gegeben Richtung Popularität.

00:12:01: und dass es so eine superpräzise Uhr ist dafür haben sich dann damals die Schweizer interessiert.

00:12:06: Und das gleiche hatte dann versucht in England auch zu machen also erst auf der Weg nach England.

00:12:11: da hat er schon ein bisschen im Hinterkopf gehabt Haar checkt alles ab und wenn der Typ nicht mitmacht will er's selber machen Willer selber die präzis Uhr in die Welt vertreiben und hat sich sein Erbe auszahlen lassen, das aus diesem Eisenbahnladen gekommen ist.

00:12:26: Und dann ist er aber abgerippt worden auf dem Weg nach England und hatte kein Geld mehr.

00:12:33: Aber zwei Jahre dort hat sich dann halt hochgearbeitet und hat gesagt eher gut Handicap erschafft es.

00:12:42: Und dann haben aber seine Schwester und sein Bruder Teile von ihrem Erbe, beziehungsweise der Mann von der Schwester sollte auch mit in das Geschäft rein.

00:12:49: Dann hat er sich irgendwann selbstständig gemacht mit dem Annihiser Willstorff oder Davis.

00:12:58: Die Gesamtentwicklung ist einfach total schön erzählt weil ... Markenbildung war damals halt auch noch nicht das Ding.

00:13:08: Also, damals haben die quasi ... Die Uhrenbauer haben dann... Die Urmacher haben dann quasi Teile bekommen, unterschiedliche Teile haben die zusammengesetzt und das Geschäft, dass es vertrieben hat.

00:13:20: Also das hieß ja dann Willstorff & Davis, die haben dann hinten drauf graviert.

00:13:25: Und er ist dann auf die Idee gekommen, ja es kann auch nicht nur sein, dass das Geschäft quasi populär wird, dass sie tolle Uhren bauen und vertreiben sondern dass diese auch Designleistung, die Sie da bringen, dass dies doch eigentlich eine eigene Marke sein muss wie diese Marke heißen könnte, es hat halt kein anderer davor gemacht.

00:13:48: Und dann ist er irgendwann auf die Idee gekommen und dann hat er aber eher so Kombinationen aus einzelnen Buchstaben gesucht.

00:13:56: Das sollte halt auf der einen Seite edel klingen, aber auch präzise nach Qualität.

00:14:03: Was ich halt so spannend fand – das kommt auch sehr viel in den Buch vor und ich glaube es war ein bisschen das Ding – so wahrscheinlich gar nicht einfach das Buch zu schreiben.

00:14:11: Der hat überhaupt später auch keine Interviews geben wollen.

00:14:14: Das wollte er einfach nicht!

00:14:16: Er wollte dass die Marke ... Mittelpunkt steht, aber nicht eher als Persönlichkeit.

00:14:19: Und ja ich meine mich will nicht das ganze Buch erzählen, aber es gibt halt so wie sich's entwickelt hat ist halt so spannend.

00:14:29: erst hat er quasi die Armbanduhr versucht populär zu machen mit dieser Geschichte dass eben der Krieg ihm da auch ein bisschen unter die Arme gegriffen hat.

00:14:41: und dann hat er glaube ich Dann hat er die erste wasserdichte Uhr entwickelt.

00:14:47: Also er hat halt immer nachgefragt, auch überall wo er sie verkauft hat gibt es Probleme.

00:14:52: Wenn das zurückkommt wird es umsonst repariert.

00:14:54: der gibt glaube ich lebenslange Garantie auf die Uhren und hat halt Immer bei den ganzen Händlern nach gefragt ja wie sieht's aus?

00:15:00: Gibt es Reglamationen um das was reklamiert wurde gleich zu verbessern?

00:15:03: aber der muss extrem präzise gewesen sein in seiner Ganzen Abwehr gehandelt hat?

00:15:09: und dann hatte halt Und ich will gar nicht seine ganzen Marketingstricks, aber vielleicht zwei.

00:15:14: Dann hat er diese wasserdichte Uhr quasi entwickelt und da gab es schon mal ein angemeldetes Patent von jemand anderem, das hat aber nicht so gut funktioniert und er hat's halt quasi perfektioniert bisschen verändert und sagt auch muss nicht alles neu erfinden, aber diesen Schritt dass eine Uhr sehr viel Alltags praktisch kann sein dich mit einer Taschenuhr unter die Dusche gehen oder schwimmen oder was auch immer oder wenn du einen handwerklichen Job machst und dann kommt der Staubtreck usw.

00:15:40: aber, wenn die halt dicht ist?

00:15:41: Und dann haben sie die Oester genannt also weil es darum ging dass es quasi so funktioniert wie das dieses Uhrwerk des innere in einer geschlossenen Muschel perfekt aufbewahrt ist.

00:15:54: und als Marketing Gag hat er das in den großen Juweliergeschäften in Aquarien präsentieren lassen.

00:16:00: Das heißt da war diese Uhr im Aquarium am Schaufenster eine hiesen Ding gelandet und hat das dann immer weiter aufgebaut.

00:16:09: Dann ist die erste Frau durch den Ärmelkanal geschwommen, und dann hat er gedacht so ah super Idee!

00:16:15: Da gab es so ne Konkurrenzgeschichte, der andere wollte das auch schaffen.

00:16:18: Dann hat er sich an die gewendet und gesagt du schwimmst mit meiner Uhr?

00:16:22: Dann ist sie nämlich quasi...dann habe ich gleich schon einen Test.

00:16:24: also weiß..der hat so zertifizieren lassen aber dann auch schon sag' ich mal um nineteenhundert zehn oder war's das erste oder ein bisschen später Influencer Marketing gemacht indem er dann die und die hat es nicht geschafft.

00:16:36: Die ist fast erfohren, und dann hat er auch gesagt Scheiß egal!

00:16:39: Die Leute sollen die Kamera auf die Frau in die Uhr halten.

00:16:41: und dann hatte das als den besten Uhrentest.

00:16:44: also die Uhr hat's geschafft und nicht die Frau.

00:16:46: Solche Story... Du hast so ein Gefühl der war schon so der Vorläufer von Red Bull.

00:16:51: Also so krasse Geschichten oder so Rennfahrer.

00:16:55: Und ich glaube dass du dich gefragt hast wie ist das zu einer Edelmarke geworden?

00:17:00: Einmal durch diese krasseyqualitätskontrolle die ihr gemacht habt anderen Seite durch dieses Schauspieler Eisenhower-Politiker.

00:17:09: Alle hatten dann plötzlich diese Uhr und er hat die dann auch gezielt verschenkt, die Leute getroffen hat es den geschenkt und Eisenhower war so ein Glücksgriff sag ich mal.

00:17:18: Dann hatte er die Fünfzigtausend Uhren gebaut, dann hat er die fünftig tausendste an irgendjemand verschenken, die hunderttausendsste an jemanden und die Hundertfünfzig Tausend war halt ein Eisenhower das der noch Präsident geworden ist Sein Glück.

00:17:31: Und so, ich sag mal es gab natürlich auch immer Schlaufen und es gab auch noch zwei Frauen in seinem Leben.

00:17:39: Aber insgesamt fand ich sehr schön erzählt und man konnte ein bisschen dieser Faszination für diesen Uhr und welche Typen der wann entwickelt hat das ging dann immer weiter?

00:17:48: Dann kam die erste Automatische also immer dieses was stört was könnte ich besser machen?

00:17:53: und er hat halt immer weiter innoviert und heute braucht vielleicht nicht mehr jeder eine Uhr weil er ja sowieso eine immer dabei hat, aber das war halt dann lange Zeit halt auch ein Schmuckstatussymbol was auch immer und so.

00:18:12: So ist dem seine sag ich mal... Passion zu dieser riesen Weltmarke geworden.

00:18:20: und er ich glaube der hat halt auch was ganz cleveres gemacht, immer auf gute Kontakte Freunde wie auch immer sich bezogen also die dieses perfekte diese superwerk gebaut haben.

00:18:31: ja mit denen hat danach eine exklusive Partnerschaft eingegangen.

00:18:36: Und wenn wir uns heute auch fragen Ist es eine steile Karriere gewesen, die immer nach oben gegangen ist?

00:18:46: Nein.

00:18:46: Da waren ja auch zwei Weltkriege, die quasi in das Geschäft mit reingespielt haben.

00:18:51: Wer braucht denn so ne Superedel-Uhr im Zweiten Weltkrig?

00:18:56: Auch ne Frage!

00:18:57: Aber er hat dann halt als irgendwie die Zölle in England und England war wohl so die Uhren Hochburg.

00:19:03: Das war mir überhaupt nicht bewusst.

00:19:05: also London war auch das Ding.

00:19:07: Und als die die Zölle dann so hochgefahren haben, hat er dann auch beschlossen ja das geht halt gar nicht.

00:19:13: Weil ... Er hat dort auch produzieren lassen mit oder die haben halt die Einzelteile hingeschickt und die wurden in England zusammengebaut.

00:19:20: also der hat ganz oft geguckt was ist denn der beste Weg für die Uhr?

00:19:24: Oder wo?

00:19:26: Als ich nach Indien verschifft habe, haben sie auch erst den Indien zusammen gebaut und dann hat er halt beschlossen naja jetzt ist die große ... Jetzt geht die große Depression los!

00:19:35: Er muss irgendwas anderes machen.

00:19:36: entweder schrumpft er jetzt zusammen und ist kaputt oder ersucht sich neue Märkte.

00:19:41: Und dann ist der nach Südamerika geflogen, nach Indien geflogend, nach Australien geflogen hat dort Kontakte aufgebaut und hat halt so seine Marke halt immer weiter gestärkt gerettet und weltweit bekannt gemacht und das in Zeiten wo Auto gerade oder Flugzeug wo alles erst entwickelt worden ist.

00:19:58: also das war schon glaube ich da war ja so ein krasser Pionier und hat halt Marketing technisch auch.

00:20:04: Also abgesehen davon, dass er ein super Produkt hat, hat das auch noch super verkauft.

00:20:07: So jetzt gucke ich auf meine Rolex und stelle fest, es war der längste Wortanteil am Stück den du jemals in unserem Podcast gehabt hast mit sechzehn Minuten!

00:20:17: Ich habe ja dauernd gewartet, dass du mich bitte unterbrichst...

00:20:20: Wie soll ich denn da reinkommen?

00:20:22: Keine Chance, ich hätte meine Rolex vielleicht mal hochhalten sollen oder drauf tippen oder so aber ich hab sie ja leider nicht kann mir keine Rolex leisten Aber es scheint ein gutes Boot zu sein.

00:20:32: Hat dich anscheinend begeistert?

00:20:34: Die Story hat mich halt ... Also, die wird ja natürlich quasi über sechzig Jahre, also sie geht bis zu seinem ... Sie begleitet ihn ab dem zehnten Lebensjahr bis zu seinen quasi Tod mit neunundsebzig und das fand ich schon weil da ist sehr viel passiert parallel.

00:20:54: aber auch diese Uhr Oder die Weiterentwicklung der Uhren ist ja quasi immer ein Spiegel dessen, was jetzt gerade passiert ist.

00:21:02: Hm.

00:21:04: Auf jeden Fall hat er dann mit Hitchcock ein paar Sachen gemeinsam.

00:21:06: Ja erzähl mal!

00:21:08: Was verbindest du mit HITCHCOCK?

00:21:13: Ich glaube das er ganz experimentelle ungewöhnliche Krimis gemacht hat.

00:21:19: Filme.

00:21:20: Ja...was noch?

00:21:22: Also was fällt dir so wenn du einen Namen Hitchcock hörst, was fällt dich als erstes ein?

00:21:26: Vögel.

00:21:27: Vögl....Was noch?

00:21:29: Vertigo

00:21:31: Und?

00:21:32: Sonst.

00:21:33: Psycho!

00:21:34: Ja, aber ich glaube Psycho habe ich nie gesehen.

00:21:38: Okay also unser guter Herr Hitchcock war auch ein genau wie Herr Rolex, ne wie hieß er?

00:21:47: Hans- Willstorff.

00:21:49: Der Hans-Willstorf war ein totaler Akribiker.

00:21:52: Also der hat alles mega genau gemacht.

00:21:55: von daher die beiden sind ja Zeitgenossen quasi Hätten sich wahrscheinlich gut verstanden in dem Punkt, weil ja auch so ein totaler... Da musste immer alles am Set und überall muss da das auch zu Hause.

00:22:06: Das muss also bei dem muss es zuhause ausgesehen haben wie eine Klinik.

00:22:10: Also schon gemütlich mit Landhausestil aber halt alles war genau an der richtigen Stelle.

00:22:14: Und

00:22:15: wo kommt er her?

00:22:16: Was ist es Englander

00:22:18: oder...?

00:22:18: Es ist Engländer, genau!

00:22:19: Also angefangen in England lustigerweise.

00:22:24: Also ich fange mal von vorne an.

00:22:25: Es geht ja um Alma und Alfred Hitchcock, mir war halt überhaupt nicht klar dass Alma seine Frau so eine große Rolle in seinem Leben gespielt hat.

00:22:32: So bin ich auf das Buch aufmerksam geworden!

00:22:34: Ich hätte mir keine Biografie von Hitchcock gekauft aber die wurde sehr gelobt weil die Rolle von seiner Frau so herausgehoben wurde, weil er glaube ich... also so wie es aussieht hat er nichts ohne sie gemacht.

00:22:48: Sie selber war viel früher im Filmbusiness unterwegs als er.

00:22:51: Spannend!

00:22:52: Ja, weil ihr Vater war bei den ersten... Wir reden ja über die Zeit als der Film überhaupt angefangen hat.

00:22:57: Also Anfang des neunzehnten Jahrhunderts.

00:22:59: Nee das zwanzigste Jahrhunderte.

00:23:01: Oder?

00:23:01: Ninzehn-Hundert ist... Neunzehn und Eins ist der Anfang des zwanziger Jahrhunderts so genau.

00:23:06: So da gab es ja noch... Da fing das ja gerade erst an mit dem Film Und sie war... Ihr Vater war in den Filmsstudios beschäftigt in den ersten und sie als Kind schon von Anfang an immer mitgenommen und dabei hat dann angefangen, als Katterin zu arbeiten.

00:23:22: Aber auch ungewöhnlich?

00:23:23: Wo Frauen...

00:23:24: Total ungewönlich aber sie hat das wohl geliebt und die Studios waren damals ein Islinken.

00:23:32: Bist man ja sogar wo her.

00:23:33: cool!

00:23:33: Ja

00:23:33: müssen wir mal hin und da hat sie halt irgendwie also allmah dann quasi so ja von kindesbeinen auf das filmhandwerk Und zwar wirklich das Handwerk gelernt.

00:23:44: Die hat dann ganz viel als Katterin gearbeitet und als Continuity, die gucken dass keine Anschlussfehler passieren.

00:23:54: also es ist eine Frau nicht mit einem Schal um den Hals in den Raum reingeht und dann aus dem Beginn raus.

00:24:00: Das Glas voll die Zigarette nicht runter geraucht.

00:24:02: Also das war ihr Hauptjob weil sie wohl wahnsinnig einen Blick für sowas hatte.

00:24:06: und das Buch fängt an mit genauso einer Szene und zwar der Prologue Also die erste Vorführung von Psycho für die Produzenten.

00:24:16: Es gibt ja immer, wenn der Film fertig ist, es gibt eine Vorführungen wo die Produzenten, die Geldgeber und Investoren sich den Film angucken.

00:24:22: Und dann haben sie den Filmen Psycho gezeigt.

00:24:27: Als die Vorführungsende war, hat Hitchcock jetzt nicht groß darauf geachtet was seine Geldgebern

00:24:33: usw.,

00:24:33: sondern er hat einfach nur Alma angeguckt.

00:24:36: Und Alma hat in dem Moment gesagt, weil das war immer so die letzte Kritik oder das war die entscheidende Kritik und die hat gesagt, äh nee den können wir so nicht rausgeben.

00:24:46: Und so stille im Saal keiner wusste was los war.

00:24:48: und dann hat sie als Einzige gemerkt dass in einer Szene wo die Frau unter der Dusche ermordet wird, dass als die Kamera sich noch mal auf sie richtet sie atmet.

00:24:57: Oh!

00:24:58: Ja und das war wohl während hundertfünfzig Durchgängen keinem aufgefallen außer ihr... man munkelt es auch gar nicht so.

00:25:06: Also es

00:25:07: ist

00:25:09: wohl häufiger, aber dann haben die tatsächlich diese Szene nochmal nachgedreht und das war wohl ihr Hauptding.

00:25:14: sie saß immer dabei und hat immer darauf geachtet dass alles passt, dass alles stimmt und dann haben sich die beiden relativ jung kennengelernt und Hitchcock war bevor er dahin gekommen ist.

00:25:26: wo er dann später war hat er im Sturmfilm also zwar ja die Zeit des Sturmfilms die Zwischentafeln geschrieben.

00:25:33: Es gibt ja bei Stumpfen immer diese Tafeln, wo dann quasi das drinsteht was die Leute eigentlich sagen.

00:25:40: und er hat angefangen als Zeichner für diese Tapeln.

00:25:44: Und so sind sie sich im Studio das erste Mal über den Weg gelaufen.

00:25:48: und erst als Hitchcock in der Rang-Leiter, in der Karriereleiter über ihr stand Als Regieassistent und später als Regisseur hat er sie irgendwann mal gefragt ob er für sie arbeiten will Was auch

00:26:03: er für

00:26:04: sie arbeiten will.

00:26:06: Ob sie für ihn arbeiten will als Katterin oder auch als Drehbuchkoautorin, das hat sie nämlich auch dauernd gemacht.

00:26:13: und ja so sind die beiden dann zusammengekommen und sind dann tatsächlich bis in der Lebensende zusammen geblieben und haben geheiratet relativ darauf als Working Park.

00:26:26: Christoph und Jean-Claude.

00:26:28: Genau, haben alles zusammen gemacht, zusammen gearbeitet die Drehbücher zusammengeschrieben... Es

00:26:32: ist ja total ich finde das immer so eine spannende Zeit weil man immer das Gefühl hat die Frauen sind schon einfach viel mehr wie Musen.

00:26:41: also es wird ja immer gerne so beschrieben als wer sie dann nur die Muse aber die Lorbeeren kriegt halt in der zeit immer der Mann.

00:26:50: In diesem Fall ist es tatsächlich nicht so Nein?

00:26:53: Nee, sie wurde immer erwähnt.

00:26:55: Sie war sehr bekannt als einer der ersten Katteren und als eine der ersten Regieassistentinnen und DrehbuchautorInnen

00:27:02: usw.,

00:27:03: das wurde auch immer gewertschätzt und wussten noch alle.

00:27:08: Sie hat auch Angebote gekriegt und hat aber dann freiwillig gesagt... also wirklich freiwilligt!

00:27:13: Das sind sich alle einig, dass die wirklich sagen, ich will es nicht, Ich will nicht in der ersten Reihe stehen, ich fühle mich superwohl hinter Hitchcock Und hat dann tatsächlich, das sieht man auf Bildern immer ganz gut war immer so hinter ihm.

00:27:24: Und das ist ganz niedlich, weil er ist ja ein sehr robuster großer buddermäßiger Typ und sie ist mit eins fünfzig jetzt wirklich eine kleine Person gewesen und hat aber immer dafür gesorgt dass also quasi dieses sowieso Papagei auf der Schulter, der dann immer noch ... Nee, das stimmt da noch nicht!

00:27:42: Da müssen wir nochmal oder halt okay, können wir es so machen?

00:27:45: Das wussten auch alle.

00:27:46: Aber sie hat dann selber entschieden irgendwie sich in die zweite Reihe zu stellen später ganz darauf verzichtet, erwähnt zu werden.

00:27:53: Also man sieht sie am Anfang stets immer noch unter Drehbuchautorinnen oder was auch nicht, später taucht die gar nicht mehr

00:27:59: auf.

00:27:59: Aber ich finde das ist halt so eine total spannende Zeit weil Frauen ja noch haben ja noch keinen Wahlrecht gehabt.

00:28:06: also da passieren ja auch sage ich mal gesellschaftlich total viele Dinge.

00:28:14: Er lernt halt auch in England relativ früh seine erste Frau kennen.

00:28:19: Und die kommt halt so im Hosenanzug, in ein Postamt und ist sehr selbstbewusst und anders und das findet er total spannend und traut ihn glaube ich nicht so.

00:28:31: Forschertypes und traut sich dann, sie anzusprechen.

00:28:33: Und dann gehen die in den Kaffee trinken... Ich meine früher hast du ja auch keine nach einer Telefonnummer gefragt weil wahrscheinlich gab es gar keinen Telefon!

00:28:41: Dann haben die halt auch ausgemacht und das fand ich eigentlich so fast so ein ganz netter, wahrscheinlich Dayton Urban Legend, die's nicht stattgefunden hat.

00:28:48: aber vielleicht hat sich die Christian Rupprecht einfach überlegt dass sie dann ausgemachten haben.

00:28:52: Ja, die hatten netten Kaffees zusammen und vielleicht sehen Sie sich irgendwann mal wieder in London.

00:29:01: Ja, also die beiden haben sich früh kennengelernt.

00:29:03: Ich glaube mit ein bisschen Zweiundzwanzig oder so und sind dann ja festgestellt passend super zusammen.

00:29:09: Haben einen Kind!

00:29:10: Also es gibt eine Hitchcock-Tochter, die auch Schauspielerin geworden ist Die Pat Und dir aber auch von Anfang an genau wie Alma immer beim Film war.

00:29:20: Was ich interessant fand war das hätte ich jetzt nicht gedacht dass Hitchcock ein totaler Einzelgänger war.

00:29:26: Der war von kindesbein an immer alleine Ist im Tarnat groß geworden, hatte überhaupt keine Freunde.

00:29:31: Nie!

00:29:33: Und der einzige Mensch mit dem halt wirklich was zu tun hat war dann halt seine Frau.

00:29:37: und das muss auch eine sehr komische Beziehung im Sinne von ... äh... sehr enthaltsam gewesen sein?

00:29:42: Also es wird irgendwie bericht, dass er so ist kein Frauentyp gewesen, keiner damit Frauen etwas anfangen kann wenn man das mal so sagen will aber so seinen Ding gemacht hat.

00:29:53: da also der hat damit Regie, das war so und der muss auch beim Filmset genau so immer ganz ruhig da gesessen haben.

00:30:00: und das Interessante fand ich, dass die Drehbücher schreiben.

00:30:04: Das war sein Ding.

00:30:06: Regie führen war es noch gar nicht mehr so groß weil er meinte wenn das Drehbuch fertig ist der Film fertig.

00:30:11: Wahrscheinlich hast du dann bei Regier auch zu viel mit den Leuten zu tun.

00:30:14: Drehbruch ist ja...

00:30:16: Genau, also er war wohl auch eher der gute Laune und Ruhe am Set.

00:30:20: Und es gibt so eine Anekdote wo er dann in der Szene irgendwie den Kameramann ... Also die hatten so die Kamera auf so Wägen und dann fuhr die Kamera ins Szene rein und er dann In aller Ruhe den Kammeramann gebeten hat diesen Kamerawagen doch ein Stück nach vorne zu fahren.

00:30:34: und die dann so ja warum?

00:30:36: wir sind doch gerade mit einem drehen und so Ja sie stehen auf meinem Fuß.

00:30:41: Das muss jetzt relativ schmerzhaft gewesen sein.

00:30:43: Aber das war wohl so sein Ding oder er hat dann auch gerne mal in den Kulissen gegessen, also Essen ist sowieso ein Riesenthema.

00:30:51: Er war glaube ich der einzige in London, der einen begehbaren Kühlschrank hatte.

00:30:55: Geil!

00:30:56: Also hier wird immer nur Champagner getrunken... Das ist so, das Setting ist schon was man mit Rolex verbindet.

00:31:03: Ich meine als dann irgendwann sich der Erfolg eingestellt hat feiern die immer nur und trinken die ganze Zeit Champagner egal wo.

00:31:10: Ja

00:31:11: das ist bei Hitchcock das Essen später dann auch Wein.

00:31:14: am Anfang war totale abstinentler und dann irgendwann Wein und vor allem aber essen.

00:31:19: also da hat sich wirklich dann.

00:31:20: es ging ja von London nach Amerika ist irgendwo nach Hollywood gegangen und in Hollywood hatte er Weil es da anscheinend nicht das richtige Essen gab, hatte sich als Steaks und alles aus London schicken lassen.

00:31:32: Das fand ich auch spannend.

00:31:32: Er hat dann wieder ein Film in London gedreht, als London schon den Krieg eingetreten war und um seine Schauspieler zu versorgen.

00:31:41: Sie hat das umgekehrt gemacht und hat sich aus Restaurants, USA Steaks und alles schicken lassen und die dann an Restaurants in London schicken, um da halt Mittagstierchen zu machen und Abendessen zu machen.

00:31:51: Wahnsinn!

00:31:52: Also Essen war wirklich sein Ding Hat mal abgenommen von hundredfünfvierzig Kilo auf neunzig und fünfneunzig Kilo so dabei.

00:32:03: Dann hat er das lange durchgehalten, aber es war jetzt so.

00:32:08: Essen war schon sein absolutes Ding.

00:32:10: Aber das ist ja dann auch Von wann bis wann geht es ungefähr?

00:32:14: Und sind dann die beiden Weltkriege auch irgendwie Thema?

00:32:17: oder

00:32:18: der erste weniger weil da ist noch zu jung.

00:32:21: Aber der zweite, was heißt zu Jungen?

00:32:25: Es spielt keine große Rolle in der Biografie.

00:32:28: Weil er sowieso nicht den Krieg konnte.

00:32:29: Er war einfach zu dick und zu ungesund.

00:32:32: Ja...

00:32:33: aber es geht schon über die ganzen Kriegszeiten.

00:32:37: Und was ja mega spannend ist, das gibt so Sachen ... Das hat man auch nur einmal diese Entwicklung vom ... Es gibt überhaupt keinen Film!

00:32:45: Dann kommen die ersten Stumpffilme, ganz lange Stumpfilm und ab etwa in den Tonfilmen.

00:32:52: Was ja eine riesen Zäsur war für viele.

00:32:54: Es sind sehr viele Schauspieler rübergefallen, weil sie keine schöne Stimme hatten oder einen starken Akzent.

00:33:00: Das fand ich auch mal lustig gelöst.

00:33:02: Er wollte unbedingt mit einer tschechisch-amerikanischen Schauspielen zusammenarbeiten.

00:33:06: Die hatte ein schlimmer Akzent!

00:33:08: Und dann haben die das so gelöst, zu der Zeit konnte man nicht nachvertonen.

00:33:12: Aus dem Ton darf man das am Set aufnehmen.

00:33:15: Dann haben die halt, diese Schauspieler nur noch die Lippen bewegt und hinter der Kamera mit einem anderen Mikrofon stand eine Frau in der Engländerin, die das dann quasi synchronisiert hat.

00:33:25: Also er hatte

00:33:26: auch schon sehr früh ... Live Lip Sync!

00:33:27: Ja, live Lip Syncs hat schon sehr, sehr früh Ideen gehabt.

00:33:31: Und dann der nächste Step war vom schwarz-weiß Film zum Farbfilm Technikolor.

00:33:36: Und dieses Steps hat er ja alle mitgenommen und hat sich jeweils angepasst und hat immer seinerzeit voraus.

00:33:42: Und dann, was anfangs wohl auch echt schwierig war.

00:33:44: Weil die Leute überfordert ... hat aber jede Technik immer maximal versucht auszureizen und davon leben ja auch ganz viele Filme, die er dann gemacht hatte.

00:33:55: Ich hab hier so zwei Sachen mir mal rausgeschrieben, die so prägend sind anscheinend für ihn, weil der hat sein Leben lang Angst vor Polizisten gehabt, was ich sehr lustig finde.

00:34:03: Aber

00:34:03: ich will noch ganz was zu dem, was sich halt spannend findet unter Treffen, dass du quasi das da ja nicht ... extrem krasse Technikentwicklung, also von gar nichts da gewesen zu

00:34:16: super

00:34:16: krass und das da ja natürlich eine Handwerklichkeit eine große Rolle gespielt hat aber auch sich das vorzustellen.

00:34:23: Was kann ich denn damit machen?

00:34:24: Also das fand auch bei den Uhren toll, dass der quasi immer geguckt hat.

00:34:29: Schon auch parallel was wird da jetzt?

00:34:30: Was ist das an Armband oder wie auch immer gerade entwickelt und dann versucht es zu nehmen und dann immer eine Evolution von ich mache erst ne Armband-Uhr, dann mach' ich ne wasserdichte Armband Uhr, dann mache ich eine die automatisch läuft und dann auch immer versucht das maximale Beste für den Nutzer rauszuholen und dadurch das Produkt immer besser zu machen.

00:34:52: Ja Naja, er hat hier die Filmrollen waren damals zehn Minuten wohl und er hat halt dann auch seine Schauspieler damit wahnsinnig gemacht weil der wollte in zwei Filmen einfach eine Rolle am Stück drehen.

00:35:05: Also zehn Minuten

00:35:06: ohne Schnitt und

00:35:08: das hieß aber für die Schauspüler dass sie halt tagelang diese Szene proben mussten weil das finde ich für ne Vorstellung wieder total geil.

00:35:16: wenn die die im Studio gedreht haben dann mussten ja zehn Minuten.

00:35:18: also sagen wir da geht einer.

00:35:20: es gibt so eine Szene da geht jemand einen Steg lang Und da musste der ja, weil das Studium nur begrenzt groß ist, mussten die halt die Sachen, die jetzt nicht mehr gebraucht wurden, nicht mehr im Bildwand abräumen und neue hinstellen damit wenn er die Runde gedreht hat quasi in einem anderen Setting war.

00:35:35: Also der hatte dann quasi so eine Runde und dann haben sie halt während die Kamera vorne war, haben die hinten aber ruhig durfte auch keiner hören.

00:35:43: Die müssen alle durchgedreht sein, weil es kaum zu schaffen war also technisch wahnsinnig anspruchsvoll und die Schauspieler mussten halt den Text für zehn Minuten komplett parat haben So, das heißt aber wenn sich da einmal einer versprochen hat und die ganze Scheiße davon vorne anfangen.

00:35:56: Und deswegen haben sie das halt tagelang geprobt!

00:35:58: Das hat die Schauspieler wohl wahnsinnig gemacht weil die das gewohnt waren einfach... Ich habe meine eine Szene, die dauert dreißig Sekunden und fertig und nicht die dauern zehn Minuten und ich muss den ganzen Text können darf mich nicht versprechen und muss auch noch aufpassen dass ich hier genau den richtigen Weg gehe, die richtigen Gesten mache und so.. Das fanden die Schauspieler wohl ganz schrecklich.

00:36:15: Aber als wir dann das Ergebnis gesehen haben, waren Sie sehr glücklich und sehr happy weil es halt etwas eigenes und einzigartiges war.

00:36:24: Da sieht man immer, wie schwer es ist, Innovation durchzubringen.

00:36:30: In einer Szene, wo man in einer Wohnung unten die Schritte der Person drüber hört und das ist gruselig gewesen weil da hätte keiner sein dürfen oder... Das war bedrohlich.

00:36:41: und dann hat er von unten durch eine Glasscheibe diese Schritte gefilmt.

00:36:44: Also da ist jemand auf eine Glassscheibe langgegangen und er hat das von unten gefilmt Und es klingt ja super, würde man jetzt sagen, tolle Idee.

00:36:51: Es war ein Riesen-Skandal!

00:36:53: Das fand der Produzent das schrecklich, wie man so was machen kann und dann haben die ganz lange miteinander gekämpft bis diese Szene drin bleiben durfte.

00:37:02: Da hat er wohl ganz viel Innovationen reingebracht und immer wieder etwas Neues probiert aber immer wieder mit dem... da sind auch Filme richtig gefloppt weil sie einfach die komplette Bevölkerung überfordert haben Bis es dann zu den großen Erfolgen kamen, die wir so kennen.

00:37:18: Also Psycho und Vertiko und Leiche zum Dessert und das hat halt echt gedauert.

00:37:22: also der hat sich da schon so langsam hoch gearbeitet aber natürlich zu einer Zeit wo ja die Konkurrenz jetzt nicht so riesig war.

00:37:31: Und wenn du verlässlich gearbeitet hast und halt so sag ich mal Hast immer was Gutes abgeliefert was zumindest tauglich war fürs Kino Dann haben sie sich wohl machen lassen.

00:37:43: Ja, ist es schräg.

00:37:44: Man fragt sich ja manchmal war das damals dann einfacher oder müssen die ... War da Vitamin B am Start?

00:37:51: Aber so wie sich's anhört, war kein Vitamin-B am Start.

00:37:53: Das war

00:37:53: immer, natürlich auch hier an mehreren Stellen wie immer im Biografien.

00:37:58: Ist zur richtigen Zeit jemand gekommen und hat gesagt du machst das jetzt.

00:38:01: Und das war bei ihm ein Produzent namens Belkin.

00:38:05: der hat einfach als als er aus einem Vertrag raus war und einmal auch in die eigentlich Pleite waren, weil die einen echten Flop gedreht haben.

00:38:13: Den er gar nicht machen wollte.

00:38:15: Musical!

00:38:15: Also liebte...

00:38:17: Ja aber...

00:38:18: Und dann kam aber genau zur richtigen Zeit kam einer und hat gesagt, pass auf ich hab hier ein Projekt, ich brauch dich dafür.

00:38:24: Das war quasi der Film, der war dann riesenerfolg'n.

00:38:28: Dann ging's wieder, aber auch wieder auf- und ab- und auf-und ab.

00:38:32: Also es ist schon spannend, bis der da mal hingekommen ist.

00:38:35: Bis er richtig erfolgreich war.

00:38:36: das hat eine Zeit gedauert.

00:38:38: Wahrscheinlich isst er dann sogar noch mehr ... weiß ich nicht... Künstler?

00:38:43: Weil bei meiner Biografie kommt eher oder Roman-Biografien whatever, kommt eher raus.

00:38:51: Der hat das vor Augen gehabt.

00:38:55: Das ist so akribisch getrieben.

00:38:58: Auch wenn der von einer Reise von Indien oder USA zurückgekommen ist und ich meine es war noch nicht so.

00:39:05: Es war viel beschwerlicher mit den Flugzeugen.

00:39:09: Damals ist er sofort ins Büro und hat alles, alles gecheckt.

00:39:13: Der hat bis zu dreißig Briefen am Tag diktiert oder selber geschrieben.

00:39:17: also der muss...der hatte halt diese Vision gehabt wie das sein soll und die hatte halt ja sag ich mal die hatte ganz stark verfolgt.

00:39:27: und was ich aber lustig finde dass es so eher so Personen ihrer Zeit in Jobs wo man Du hast dann halt immer so ein Erfolg, und dann wird auch gefeiert.

00:39:41: Gefeiert wurde ich ja auch aber ohne ihn.

00:39:43: Ehrlich?

00:39:44: Er war überhaupt kein Party-Mensch.

00:39:45: Also die haben ab und zu natürlich... Es waren wohl sehr geselliger Menschen Zuhause Aber die beiden waren Alma und Alfred, die waren am liebsten alleine

00:39:56: Die waren sich selbst genug.

00:39:59: Das fand ich auch ganz lustig.

00:40:00: als er danach Hollywood gezogen ist Haben sie halt ein Haus gesucht.

00:40:05: Dann haben die Markler immer angepriesen den großen Garten und den Pool.

00:40:09: Und er wollte überhaupt keinen Pool, dann war er glaube ich so wird es beschrieben in da wo sie hingezogen sind das einzige Haus was keinen Pool hatte.

00:40:17: weil er meinte wir gehen nicht schwimmen.

00:40:19: also der Zeitleben ist kein Sport gemacht.

00:40:22: Er meinte ich gucke wahnsinnig gern Skiläufern zu.

00:40:25: also jedes Jahr sind hier einmal noch St.

00:40:26: Moritz gefahren über Weihnachten und Silvester Ewig und dann seine Frau und Tochter sind nach den Skis gefahren.

00:40:33: Und er hat sich auf einen Balkon gesetzt mit einer Tasse Schokolade, meinte ich gucke sehr gerne anderem beim Skidaufen

00:40:38: zu.".

00:40:39: Wie witzig!

00:40:40: Also der war sportlich, war ja überhaupt nicht, hatte ihn gar nicht interessiert und Essen war halt sein Ding.

00:40:44: Und später auch gute Weine... ...und vor allem die Arbeit.

00:40:48: also das waren wirklich Filme.

00:40:55: Ich verrate jetzt nicht zu viel, ich will noch gar nicht mehr viel erzählen.

00:40:58: Es gibt noch zwei Anekdoten, die ich ganz nett fand.

00:41:00: Ich hab ja vorhin, als du was anderes erzählst ... Die Angst vor der Polizei!

00:41:04: Ja?

00:41:05: Als kleines Kind hat er mal irgendwann Mist gebaut und dann hat sein Vater ihn einen Zettel in die Hand gedrückt.

00:41:09: Er hat gesagt, du gehst jetzt zur Polizeistation und gibst dem Officer diesen Zetteln.

00:41:13: Dann ist er hingegangen, er hat den offiziellen Zettell gegeben, der hat ihn gelesen, hat den kleinen Alfred genommen und zehn Minuten eine Zelle eingesperrt.

00:41:20: Und dann stand auf diesem Zetteltrauf, bitte sperren Sie diesen Jungen zehn Minuten in einer Zelle ein um ihm zu zeigen, was mit bösen Jungs

00:41:25: passiert.".

00:41:27: Und das hat dafür gesorgt, dass er zeitlebens so eine Angst vor Polizisten hatte was ich ja für jemanden der solche Filme dreht irgendwie lustig finde.

00:41:35: Dass er nie Auto gefahren ist oder so gut wie nie also nur im absoluten Notfall weil er einfach Angst von Polizistnate und die waren halt dann viel im Straßenverkehr nachher.

00:41:42: das wollte er nicht.

00:41:44: und zweites was ich sehr lustig fand weil es auch so britisch ist Er hat immer wenn er im Studio eine Tastetee getrunken hat, hat er sie hinter sich geworfen gewartet, dass die kaputt geht und dann auf die Frage warum man das denn macht war.

00:41:56: Die Antwort ist doch besser als wenn ich meine Schauspieler anschreihe.

00:42:00: Auch geil!

00:42:01: Also das war so eine Art Entspannungstechnik und ja... also so mal zu beobachten wie die beiden zusammengearbeitet haben und wie diese Filme entstanden sind.

00:42:16: Es ist ein fettes Buch Aber man hätte es deutlich kürzer machen können, weil wirklich alles aufgeführt ist.

00:42:22: Wo ich mir auch denke ja ob jetzt einmal den und den Film auch noch aus Drehbuch geschrieben hat oder ob die da... Ja

00:42:26: aber würdest du jetzt sagen das ist speziell für Seniasten gedacht?

00:42:30: Oder ist es einfach wenn du dich für Filme, für die Zeit, für...

00:42:35: Also es ist für Seniastentoll!

00:42:38: Aber es ist genau an der Kante wo es dir noch nicht auf die Nerven geht.

00:42:43: Du denkst zwar manchmal so okay die halbe Seite hätte ich jetzt nicht gebraucht.

00:42:47: Da kommen wir jetzt ganz kurz an den Seiten des Strang zu Karl Laberfeld.

00:42:54: Die Biografie fand ich interessant, aber der Biograph hat sich halt komplett verloren in jeder kleinsten Kleinigkeit wo man die... Also er hat glaub ich jeden gefragt der irgendwann mal Karl Lagerfeld getroffen hat ob es das Schulkamerad in einer drei B war, der dann erzählt hat ja auf dem Schulruf war der schon bla bla bla und denkt sie Ja okay Das waren wir ein bisschen zu langatmig, während es hier, obwohl das Buch viel dicker ist.

00:43:18: Nervt's nicht?

00:43:20: Und als Zineast... Ich bin ja sehr filminteressiert, finde ich es spannend weil ich viele von den Filmen auch kenne und du denkst, aha da hat die auch mitgemacht so.

00:43:27: Und dann denkst du oh Gott, ja dann vielen.

00:43:28: also sie ist quasi so der... Die Rigrobinette des Films der nineteen hundertzwanziger dreißiger vierziger Jahre.

00:43:38: Also die hatte echt bei vielen ihre Finger drin und war halt auch sehr anerkannter für.

00:43:42: Und das ist ja schon spannend.

00:43:44: Deswegen ist es halt auch so ein frau- thematisch interessantes Buch und halt einfach in den Kopf, also man kommt nicht groß in den kopf rein aber es ist halt spannend die Ausführung der Tochter zu hören.

00:43:56: Also der Thilo hat auf jeden Fall die Töchter und die Enkelin interviewt Und die erzählen dann schöne Anekdoten von zu Hause und es gibt halt tolle Bilder, wo... Also mein Lieblingsbild ist bei diesem Anwesen da in Hollywood.

00:44:14: Gibt's ein Bild, wo Hitchcock der immer wohl mit Anzug rumgelaufen ist?

00:44:20: Immer!

00:44:22: Ingrid Bergmann fotografiert, die bei denen zu Gast war, die war wohl befreundet und dabei wird er von einmal fotografiert.

00:44:28: Also so ein ganz lustiges... Foto, wo einer den anderen fotografiert.

00:44:31: Und man sieht dann die Leute und das ist mal spannend also zu erfahren was so auch Ingrid Bergmann gibt es Interview-Töne oder Carrie Grant oder also James Stewart, die Leute mit denen er gearbeitet hat.

00:44:44: Dafür ist eine tolle Lektüre, es ist gut geschrieben.

00:44:47: Das ist ja auch noch einmal immer so.

00:44:48: das größte Problem

00:44:49: bei Biografien wenn sie halt zu trocken werden und die Leute nicht gut schreiben können und dass hier überhaupt nicht der Fall... Also ich bin jetzt Auf Seite twohundertdreiundachtzig und hab's auch erst seit drei Tagen angefangen.

00:45:01: Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, kann ich hier auch nochmal deutlich sagen aber ist großartig.

00:45:07: also das ist tolles Buch kann ich nur jedem empfehlen.

00:45:10: Urlaubslektüre auf jeden Fall für den Strand.

00:45:12: und man kriegt tierisch Bock die Filme noch mal zu gucken weil man jetzt ein paar Sachen erfährt.

00:45:16: so weil auch das ist ja eine ganz lustige Sache das wissen wir bisschen ja viele dass Hitchcock in jedem seiner filmen cameo auftritt hat.

00:45:24: Kamio heißt, er tritt selber auf.

00:45:26: Aber man erkennt ihn nicht oder weiß nicht wer er ist.

00:45:28: und dann gibt es zwei ganz lustige Geschichten die noch und dann habe ich sie auch weil ich diese nett fand.

00:45:35: Es gibt einen Film der spielt größtentein eigentlich komplett in einem Rettungsboot mit acht Personen Und die sind Schiffbruch und die sind dann zu siebt und laden noch ein achten ein Und dieser Achte ist der Kapitän, der das Boot abgeschossen hat aus dem die anderen kommen.

00:45:51: Also so ein ganz psychologisch verdichtete Geschichte.

00:45:53: und jetzt haben sie überlegt wie kriegen wir Hitchcock da rein?

00:45:55: Weil er kann nicht... Ja!

00:45:57: Die erste Überlegung war Sie lassen ihn als Leiche vorbeitreiben weil es gab ja genug Leichen im Wasser von ihm.

00:46:03: und dann hatten sie aber eine viel bessere Idee weil er zu dem Zeitpunkt traurigerweise seine Mutter und sein Bruder in kurzer Zeit gestorben sind.

00:46:09: und da hatte er halt vierzig Kilo abgenommen.

00:46:11: Und dann haben sie halt in einer Zeitung, eine Annonce diese Zeitungen durch die Blätter der ganz am Anfang einen Schauspieler auf dem Boot.

00:46:20: Blättert dadurch und dann sieht man eine Anzeige von einem Abnehmemittel.

00:46:24: Dann sieht man den Bild vom dicken

00:46:27: Hitchcock und

00:46:27: dann von dem dünnen Hitchcock.

00:46:29: Und dann vierzig Kilo in dreißig Tagen oder so mit Reduggenkorn oder so hieß das... ...und dann gab es eine Flut!

00:46:37: von Mailquatsch, von Briefen an das Studio.

00:46:41: Die wollten alle das abnehmen.

00:46:41: Wo man dieses Mittel kriegen

00:46:43: kann!

00:46:45: Das war das eine.

00:46:46: und dann das zweite war dadurch dass die Leute wussten, dass es immer diesen Cameo-Auftritt gibt hat er gesagt ich muss das jetzt immer in den ersten fünf Minuten machen weil sonst gucken die Leute mehr in den Film und suchen mich wo ich auftrete als dass sie sich den film angucken.

00:47:02: Deswegen

00:47:02: kann man bei den Filmen in

00:47:05: den ersten fünf Minuten

00:47:06: immer gucken, wo er da rumrennt.

00:47:08: Und das kommt eigentlich daher, dass wenn Schauspieler ausgefallen sind und die wollten unbedingt eine Szene drehen oder irgendwelche Statisten fehlten dann war es gar nicht unüblich, dass einfach Leute vom Set sich dahingestellt haben.

00:47:21: Das fanden die halt bei ihm so toll oder so lustig... an Markenzeichen geworden ist.

00:47:25: Also man sieht ihn häufiger von hinten mal oder mit seinen, er war ein totaler Hundefreak der hatte immer Hunde und dann sieht man ihr auch mal mit seinen zwei Hunden irgendwo lang gehen und so.

00:47:34: was es aber das mit dem mit dem abnehmen das fand ich wirklich das fand nicht den besten Kameon

00:47:39: net net ja.

00:47:40: also ich fand's einfach faszinierend.

00:47:42: es ist wirklich gut geschrieben und es ist aber auch eher so geschrieben wenn man sie als Urlaubslektüre mitnimmt gibt es ein paar Wiederholungen.

00:47:52: Die ist, denkt man so ja hab ich doch schon gehört.

00:47:54: Hab ich verstanden?

00:47:55: Ja aber wenn nicht jetzt sage ich mal immer nur kapitelweise auf dem Nachtisch über zwei Monate verteilt lese.

00:48:02: es glaube ich ganz angenehm dass das immer mal wieder wiederholt oder komprimiert diese Gesamtstory von den verschiedenen Uhrentypen.

00:48:10: und wie gesagt also ich würde sagen es ist nicht nur für Leute die sich für Ohren interessieren mich hat zumindest dazu inspiriert was ich dachte so hier als ehemalige Welt statt der Uhren Muss es doch sowas über Junghans auch geben?

00:48:24: Gibt's nicht, da gibt's überhaupt nichts.

00:48:26: Ich hab schon überlegt ein Buch zu schreiben und dachte mir so näher aber dann wird das wieder so.

00:48:31: was wo jeder mitreden will.

00:48:32: gut ich könnte auch Roman Roman draufschreiben da muss vielleicht nicht alles stimmen Aber ich weiß auch nicht ob Junghands die haben so ein paar Sachen natürlich entwickelt Die waren dann aber jünger.

00:48:45: Ich würd sagen, junger.

00:48:46: Funkur und solche Geschichten...

00:48:49: anderes Thema?

00:48:50: Ja aber es war auch nicht jünger.

00:48:53: ich glaube das ist ja auch mehr oder weniger zeitgleich das ganze.

00:48:57: Also wenn man einfach mal so einen lustigen Interessanten also lustig ist ein interessanten Ritt durch die Geschichte Unterhaltsam.

00:49:05: Ja unterhaltsamen Ritt Durch Die Geschichte von erst mit der Pferdekutsche dann Mit dem Auto Dann Gibt's Flugzeuge Und Einfach Diese Analoge Vernetzung der Welt beobachten und wie jemand so ein Imperium, wo Rolex kennt heute jeder.

00:49:21: Ja?

00:49:21: Und die Geschichte dahinter überhaupt nicht!

00:49:25: Was ich nett fand war eben das es eben nicht so krass über Vitamin B gegangen ist sondern eher wahrscheinlich durch Freundschaft.

00:49:31: Der hat jemand getroffen, der hat gesagt komm doch in die Schweiz und diese Offenheit jetzt zu sagen oh ich bin achtzehn jetzt gehe ich in die schweiz oder jetzt geh nach england oder nach frankreich.

00:49:41: Ich versuche ein Geschäft in Südamerika aufzubauen, wurde dich gefragt.

00:49:45: Sehr gut!

00:49:45: Wahrscheinlich haben sich immer auf diesen Messen... ich musste auch lachen.

00:49:49: da war eine Messe im Crystal Palace.

00:49:51: Crystal Palace habe ich im Architekturstudium.

00:49:53: War das eins der Gebäude?

00:49:55: Dass er dann irgendwann abgebrannt?

00:49:56: und du hast dich gefragt wie kann denn ein Stahlglasgebäude so abbrennen?

00:50:01: aber da waren große Messen wo die sich getroffen haben in England und einfach dieses.. Da haben viele Dinge anders funktioniert und manchmal wünscht man sich vielleicht so nostalgische Dinge zurück, aber ich fand es einfach so ... Ich fand es eigentlich eine spannende und interessante.

00:50:21: Und auch ja, wie soll ich sagen?

00:50:26: Eine relaxede Lektüre!

00:50:29: Also in meinem Buch kann man auf zwei Arten lesen entweder man gräbt sich zenerstisch durch oder man nimmt vor allem die biografischen Teile

00:50:38: Mit den ersten Stürchgraben, dass man parallel noch die Filme guckt.

00:50:41: Die Filme

00:50:41: kuckt und sich wirklich genau anguckt ... Welche Filme?

00:50:44: Wer war

00:50:44: auch cool!

00:50:45: Wer wo wann, wie gab es da mal dreinfünfzig

00:50:47: Filme?!

00:50:48: Nicht alle gut... Aber auf jeden Fall für jeden der sich für die Filmgeschichte interessiert und für das Leben von Alfred Hitchcock ist es toll weil's ein spannendes Leben und es ist gut geschrieben.

00:51:01: Damit wir uns demnächst auch endlich mal eine Rolex kaufen können wäre es gut, wenn ihr uns eine gute Bewertung gebt.

00:51:08: Fünf Sterne wären super und empfiehlt unseren Podcast alle euren Freunden und Freundinnen weiter!

00:51:13: Auch die, die keine Uhren an den Handgelenken haben?

00:51:15: Genau

00:51:16: oder nicht unbedingt siniastisch fandenlagt sind... Und dann wünschen wir euch ne schöne Weihnachtszeit wohl jetzt schon.

00:51:25: Ja bei siebenundzwanzig Grad im Raum.

00:51:28: Also ein schönes Sommerzeit

00:51:33: Schöne Sommerferien.

00:51:34: Lasst euch gut gehen und möglichst kühl!

00:51:37: Bis dann, stay hydrated, ciao!

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